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Paul Schrader × Stone Island for BRAUN Hamburg

Wir haben den Hamburger Künstler Paul Schrader für eine Kooperation mit der italienischen Casualwear-Brand Stone Island in seinem Atelier und zu Hause in Hamburg-Altona getroffen. Lesen Sie hier die Story und entdecken Sie alle Looks.

PAUL SCHRADER × STONE ISLAND
FOR BRAUN HAMBURG


WHERE ART MEETS TECHNICAL MENSWEAR


Beide arbeiten im Geist des Experiments: Sowohl Stone Island als auch der Hamburger Künstler Paul Schrader.
Was im The Lab von Stone Island Stoffe sind, sind bei Schrader Leinwand und Farben – beides wird erforscht, geschichtet, verändert.
Gemeinsam mit BRAUN Hamburg geht der Maler mit der Mode der italienischen Sportswear-Brand in den Dialog.

PAUL SCHRADER × STONE ISLAND


Wir treffen Schrader in seinem Atelier in Hamburg-Altona – hier wohnt und arbeitet er. Das Stadthaus ist eines von fünf, die in den 1980er-Jahren aus einer ehemaligen Fabrikhalle entstanden sind: eine urbane Oase mit angrenzendem Wintergarten. Wer eintritt, spürt sofort, dass hier nichts inszeniert ist. An den weißen Backsteinwänden hängen und lehnen große Leinwände; manche vollendet, viele noch im Entstehungsprozess. Farbschichten überlagern sich, trocknen, werden erneut überarbeitet. Der Geruch von Acrylfarben liegt in der Luft, die Holzdielen tragen Spuren vergangener Arbeitstage.
Das Atelier im Zentrum des schmalen dreistöckigen Backsteinhauses ist kein Showroom, sondern ein Ort des Schaffens. Für Schrader ist es entscheidend, sich hier wohlzufühlen, denn nur so kann er seinen künstlerischen Prozess einleiten. Zu den Hip-Hop-Tracks von Nas und Tobe Nwigwe füllt sich der Raum mit Kreativität – und genau hier begegnen sich Mode und Malerei.

Stone Island
429,00 €
Stone Island Overshirt 'Stretch Cotton' flieder, sportives Slim Fit Hemd-Jacke mit Umlegekragen, Brusttasche, Kompass-Badge, Zwei-Wege-Reißverschluss, frontal fotografiert.
Stone Island
419,00 €
Stone Island Cargohose dunkelgrau in Frontansicht, knöchellang mit Cargotaschen, elastische Baumwolle, weicher Griff, Kompass-Badge.
Stone Island
389,00 €
Stone Island Sneaker schwarz aus Mesh, Veloursleder und Gummi seitlich fotografiert mit robuster Gummisohle und sieben-Loch-Schnürung.
Stone Island
189,50 €
Stone Island Rundhals-T-Shirt 'Stellina' pastellgelb, frontal fotografiert, Slim Fit aus reiner Baumwolle mit weichem Griff, Rundhalsausschnitt, Overlock-Nähten und dezentem Stellina-Stitching auf der Brust.
Smart Fabric
Stone Island
889,00 €
Stone Island Wachsjacke 'Waxed Pigment Cotton Tela' khaki, frontale Ansicht, wasserabweisend, Regular Fit, mit Kragen, Taschen, Kompass-Badge.
Stone Island
129,50 €
Stone Island Baseball-Cap schwarz aus reiner Baumwolle mit gebogenem Schirm und tonal gesticktem Kompass-Logo, seitliche Perspektive.
Stone Island
349,00 €
Stone Island Jeans 'Bleach' hellblau, frontale Ansicht, Straight Fit mit Button Fly, Five-Pocket-Stil, Kompass-Badge am Bund.
Stone Island
389,00 €
Stone Island Kurzarmhemd "Brushed Canvas" Kent-Kragen anthrazit, frontale Ansicht, Bio-Baumwolle, Brusttasche, Kompass-Badge, Regular Fit.
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„Dieses Grau, das jeder Hamburger kennt, zieht einen vielleicht extra noch einmal zur Farbe.“

Paul Schrader ist Autodidakt der Malerei und entwickelte seine Bildsprache unabhängig von einer akademischen Ausbildung. Als promovierter Jurist arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt, unter anderem in London, bevor er sich ab 2018 Schritt für Schritt und mit großer Konsequenz ganz der Kunst widmete – mit bemerkenswertem Erfolg. Seine Werke finden weltweit Käufer: Sammler und Kunstliebhaber, die auf dem Kunstmarkt Summen im fünfstelligen Bereich investieren. Was ihn so schnell zu einem gefragten Künstler gemacht hat, erklärt er mit einem einfachen Prinzip: „Man muss vor allem authentisch und frei sein – und das machen, was man wirklich mag.“ Eine Einstellung, die sympathisch und gleichermaßen hanseatisch ist.

Sein Werdegang verweist womöglich auch auf seine Wurzeln; den Norddeutschen werden schließlich Bodenständigkeit und Disziplin nachgesagt. Sein Gespür für Gestaltung zeigte sich jedoch schon früh. Er belegte einen Kunstleistungskurs und hatte ein ausgeprägtes Interesse an Streetart – einer Kunstform, die bis heute Einfluss auf seine Werke nimmt. Genauso wie die Stadt Hamburg, welche er als seine „Basis“ bezeichnet und das typisch nordische Wetter: „Dieses Grau, das jeder Hamburger kennt, zieht einen vielleicht extra noch einmal zur Farbe. Und dann gibt es aber auch diese wahnsinnig schönen Sonnentage, wo die Stadt auf einmal ganz bunt ist. Das ist diese Mischung, die mir wirklich sehr gut gefällt.“

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„Am Anfang steht immer eine Farbwelt.“

Schrader arbeitet mit Acrylfarben, meist auf großformatigen Leinwänden von bis zu drei mal zwei Metern – Formate, die der Malerei mehr Raum zur Entfaltung geben. Seine Arbeitsweise ist körperlich und experimentell: Neben klassischen Werkzeugen setzte er in früheren Arbeiten auch Lippenstifte und andere Alltagsgegenstände ein. Bewegung und Energie bilden das Zentrum seiner Bilder, nicht das Motiv. „Am Anfang steht immer eine Farbwelt – eine Komposition aus verschiedenen Farben, die sich entwickelt“, wie er selbst sagt. Linien durchziehen die Fläche, Farbfelder begegnen sich, stoßen sich ab oder ziehen sich an – mal leuchtend intensiv, mal gedämpft und zurückgenommen. So entsteht ein Spannungsfeld aus Kontrolle und Loslassen, Scheitern und Triumphieren. Was so zufällig aussieht, ist wahres Handwerk, erklärt Schrader: „Es ist schön, wenn es frei aussieht – aber damit es frei wirkt, braucht es sehr viel Vorbereitung und Arbeit.“ Die richtige Wahl der Leinwand, das Mischen der Farben sowie die Qualität dieser sind ausschlaggebend für das Resultat.

Schrader fasziniert aber vor allem der Prozess: wie Farben aufeinandertreffen, sich überlagern, verlaufen und ineinander verschmelzen. In vielschichtigen Arbeitsgängen trägt er sie auf, wischt sie ab, lässt sie trocknen, bis – wie er sagt – die „Komposition fliegt“. Er beschreibt es wie folgt: „Es ist ein wenig wie in der Mathematik oder in der Musik: Ein Bild kann eine Harmonie besitzen. Mit Mathematik meine ich, dass es bestimmte Abstände gibt – eine Struktur im Bildaufbau, die bei abstrakter Kunst nicht unbedingt sofort erkennbar ist, aber dennoch bestimmten Regeln folgt. So entsteht eine Komposition, die – das ist weniger eine Frage von richtig oder falsch – ein stimmiges Ganzes ergibt.“ Ist dies erreicht, entfaltet sein Werk ein dynamisches Zusammenspiel von Farbe, Form und Struktur, das den Betrachter sofort in seinen Bann zieht.

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In der Tradition von Basquiat, Pollock und Francis

Aus kunsthistorischer Sicht lässt sich Schrader in die Tradition der gestischen Abstraktion einordnen. Man denkt an die Radikalität eines Jackson Pollock, an die vielschichtigen Übermalungen von Gerhard Richter, an die Energie eines Jean-Michel Basquiat oder die Offenheit der Farbflächen bei Sam Francis. Auch zeitgenössische Positionen wie Eddie Martinez oder Landon Metz verhandeln ähnliche Fragen nach Rhythmus, Fläche und Farbe. Doch bei Schrader geht es nicht um Zitate. Seine Arbeiten wirken weniger theoretisch als unmittelbar.

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Von der Leinwand bis ins Labor: Wie Material Ideen trägt

In Schraders Arbeit beginnt alles beim Material. Seine Handschrift, sagt er, ist „ein besonderer Umgang mit Farbe – vielleicht aber auch die Farbe selbst“. Entscheidend sei für ihn ihre Qualität: „Nasse Farbe sieht zum Beispiel fast immer gut aus. Aber sobald sie trocknet, erkennt man den Unterschied zwischen einer günstigen Farbe – die vielleicht weniger Pigmente pro Milliliter enthält – und einer hochwertigen Farbe mit anderen Pigmenten.“

Ein vergleichbarer Prozess findet im The Lab von Stone Island statt. Dort beginnt jedes Kleidungsstück nicht mit einer Silhouette, sondern mit einem Material. Fasern werden zerlegt, Gewebe neu zusammengesetzt, Oberflächen unter Hitze, Druck und chemischer Reaktion verändert. Forschung ist hier kein begleitender Schritt, sondern Ausgangspunkt. Aus diesem fortlaufenden Experiment entstehen Textilien, die in der klassischen Bekleidungsindustrie kaum denkbar wären: Stoffe, deren Oberfläche durch Resin-Beschichtungen verdichtet und damit wasserabweisend wird; Materialien, die auf Temperatur reagieren und ihre Farbe verändern; spezielle Färbeverfahren, bei denen das Kleidungsstück erst nach der Konfektion pigmentiert wird – sodass jede Naht, jede Kante, jede Spannung im Gewebe sichtbar bleibt.

In beiden Fällen, sowohl in der Kunst als auch in der Mode, geht es um das Verständnis von Substanz, den Einsatz hochwertiger Materialien – und darum, das Potenzial eines Materials bis an seine Grenzen auszuloten.